In a nutshell

  • Intuitivste 3D-Controller der Welt

  • Ausgezeichnet für Idee, User Experience und Design

 
 

Mein Part

  • Idee

  • Nutzertests, Aufbau von Beta Community

  • Projekt-Leitung

  • Konzepte, Design

  • Vermarktung

 
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Unsere StorY

FreeDee startete mit einer unverbindlichen Anfrage von Hendrik Wendler, für seine Video Mapping- und VJing-Software MX Wendler ein intuitives Zeichen-Instrument zu kreieren. Eine der ersten Ideen war es, ein Handy dafür zu verwenden. Leider erlauben es die Handy-Sensoren nicht, die Handgesten zu erkennen, sondern, dank dem Gyroskop-Sensor, nur dessen räumliche Orientierung. Der Use Case schien damit gestorben.

Als wir die Ausrichtungsdaten mit einer speziellen App an ein 3D-Programm weiterleiteten und so das 3D-Object mit dem Handy gekoppelt haben, drehte sich dieses haargenau so, wie das Smartphone in der Hand. Es fühlte sich absolut magisch an, als ob das virtuelle Objekt in eigener Hand liegen würde. Das war ein einzigartiges Erlebnis, denn bei allen 3D-Controller bis dahin, drehte man die Kamera um das Objekt, was sich nicht so unmittelbar anfühlt, wie mit unserer neuen Entdeckung.

 
 
 

Iterationen

Unsere befreundeten 3D-Künstler waren von dem Prototypen begeistert, in der Praxis fehlte ihnen aber noch die Zoom-Funktion.

Bei der Implementierung der neuen Funktion war es uns wichtig, diese nicht als Button zu lösen, damit der Nutzer nicht von seinem eigentlichen Fokus – dem 3D-Objekt – abgelenkt wird. Deswegen haben wir in der App die Zoom-Funktion an Swype-Geste gebunden; wischt man mit dem Finger auf dem Screen nach unten – also zu sich – kommt das Objekt näher, beim Hochwischen entfernt sich das Objekt.

 
 
 

Die andere Einschränkung, die uns die ersten Tester widerspiegelten, war anatomischer Natur: das menschliche Handgelenk hat zu Seiten hin (Abduktion und Addition) nur eingeschränkte Bewegungsfreiheit von insgesamt 60°. Man muss das Handy umgreifen, wenn man das 3D-Objekt mal schnell von der anderen Seite sehen will.

 
 
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Um eine schnelle Rotation des Objekts zu ermöglichen, haben wir zusätzlich zu den vertikalen, die horizontale Swype-Geste verwendet.

 
 
 

Nun brauchten wir eine neue visuelle Metapher auf dem Screen, die sowohl den Zoom, als auch die Rotation abbilden könnte. Das beste wäre, das Model oder das Koordinaten-Raster aus dem 3D-Programm auch auf dem Handy-Screen anzuzeigen. Das war aber technisch nicht möglich, denn die App empfängt keinerlei Informationen aus dem 3D-Programm. Nach langer Suche bin ich zufällig über ein Comic Strip "Lost in Line" von Léopold Lambert gestoßen, wo die Protagonistin durch das abstrakte Liniengebilde wandert.

 
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Das hat das User Interface von FreeDee inspiriert. Auf dem Screen haben wir nun eine Linienlandschaft. Mittels der horizontalen und vertikalen Wisch-Gesten "bewegt" man sich vor, zurück, oder dreht sich zu den Seiten. Das ist nicht nur eine perfekte Entsprechung davon, was sich beim bedienen der App im 3D-Programm abspielt, sondern ist auch eine visuell reizende Erfahrung.

 
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